Brandenburger Dom, Gewölbe- und Wandmalereien im oberen Kreuzgang des nördlichen Klausurgebäudes
Restaurierungsthematik Wandmalerei
Leistungsinhalte
- Voruntersuchung
- Schadensanalyse (Ermittlung von Salz- und feuchtebedingter sowie klimatischer
Einflußfaktoren
- Archivrecherche
- Erstellen eines Restaurierungskonzeptes
- Reinigung der Malerei
- Festigung
- Schließen von Fehlstellen
- Retusche und Teilrekonstruktion der Malerei
Projektleitung Gramann, Schwieger u. Spies GbR; Auftraggeber Domstift Brandenburg
Ausführungszeitraum 2002 - 2006
Objektdaten
Der nördliche Kreuzgangflügel wurde gegen Mitte des
15. Jh. errichtet und vollständig ausgemalt. Bis ins Jahr
1827 waren die Malereien sichtbar und wurden bei MINUTOLI (1836, S. 21)) detailliert
beschrieben. Dort werden sowohl "Arabesken" und "architectonischer
Schmuck" als auch figürliche Darstellungen (Turnierdarstellung, David
und Goliath) erwähnt.
1828 wurden die Malereien erstmals übertüncht. Gleichzeitig wurden
u.a. die mittelalterlichen Fensteröffnungen verkleinert. Im Zuge des westlich
anschließenden Neubaus der Ritterakademie (1869 - 71) wurde der Malereibestand
wohl erheblich reduziert; die westlichen Gewölbe des Kreuzganges wurden
vermutlich schon früher abgerissen.
Der Kreuzgang erhielt im Jahre 1932 eine neue Ausmalung mit der Darstellung
eines märkischen Wappenzyklus. Weitere Übertünchungen aus der
Nachkriegszeit sind überliefert.